3 Wochen durch Äthiopien
29. Juli 2009| Tweet |
Gespannt wartet die Reisegruppe am Flughafen von Adis Abeba. Heute startet ein Dutzend deutscher Touristen zu einer dreiwöchigen Tour durch Äthiopien. Vor ihnen liegen einzigartige Landschaften am blauen Nil, die Berührung mit geheimnisvollen Stämmen und faszinierende Safaris. Doch zunächst beginnt die Rundreise ganz klassisch mit einer Stadtrundfahrt und einer Hotelübernachtung in der äthiopischen Hauptstadt.
Nach einer ruhigen Nacht und beeindruckt vom Flair des Mercato Marktes geht es für die Abenteurer zurück zum Flughafen. Das nächste Ziel der Reise ist Bahir Dar am Tanasee. Hier stoßen Sie zum ersten mal auf eine Gruppe Einheimischer, die mit Riedbooten auf dem See unterwegs sind.
Der Sprühnebel berieselt langsam die Gesichter, als sich die Wolke der Tis Issat Fälle herüber bewegt. Die Reisegruppe hat den Regenwald erreicht und bestaunt die Vögel und Affen, die überall herumschwirren. Die Tis Issat Fälle sind übrigens die zweitgrößten Wasserfälle Afrikas.
Nach einer holprigen Fahrt mit dem Geländewagen erreichen die Erlebnishungrigen Gonder. Im 17. Jahrhundert war die Stadt der Residenz-Sitz des äthiopischen Kaisers. Auf dem Programm steht selbstverständlich der Palastbesuch. Auch dem angeschlossenen Kloster Kusquam wird ein Besuch abgestattet.
Heute geht es mit dem Flugzeug zu einem Weltkulturerbe der UNESCO. In Lalibela warten 12 Felsenkirchen. Die aus Tuffstein erbauten Kirchen gelten als 8. Weltwunder. Nach einer Hotelübernachtung besteigt die Gruppe am nächsten Tag erneut ein Flugzeug. Ziel ist die Wiege Äthiopiens, Aksum. Hier soll vor mehr als 3000 Jahren die Besiedlung des Landes begonnen haben. Die zahlreichen Ausgrabungsstätten erzählen noch heute von der damaligen Zeit. Zwei Tage tauchen die Hobby-Archäologen ein in längst vergangene Epochen, bevor es zurück nach Adis Abeba geht.
Der zweite Teil der Reise führt durch den Süden und ist beschwerlich. Mit einem Allrad-Fahrzeug geht es zunächst zu einer Lodge am Langano Rift Valley See. Schon am nächsten Morgen geht die Fahrt weiter und jetzt folgt die hautnahe Begegnung mit Stämmen und mit der einzigartigen Tierwelt Äthiopiens. Erste Ziel ist der Netchisar Nationalpark. Bei einer Safari und einer Bootstour auf dem Chamo-See machen die Touristen Bekanntschaft mit Krokodilen, Gnus, Zebras und Nilpferden. Über dem Gebiet der Konso liegt der unheimliche Totenkult. Bevor die Gruppe mit einem Boot über den Omo setzt, sind sie mit Nyangatom zusammengetroffen, eine Gruppe von Viehzüchtern.
Nach einer weiteren Übernachtung in einer Lodge, stehen heute die kultischen Dörfer am Omo Fluss auf dem Programm. Die Fahrt durch das schwere Gelände macht allen zu schaffen, doch sie hat sich gelohnt. Die Reisenden treffen auf eine Gruppe Mursi. Diese Stämme sind bekannt für ihre außergewöhnlichen Verzierungen mit Tonschmuck. Die Tonscheiben an den Lippen und Ohren sind beeindruckend.
Die Reise nährt sich fast dem Ende. Auf dem Wochenmarkt von Key After deckt sich die Gruppe noch einmal mit Souvenirs ein, bevor die Fahrt über die Kaffeeplantagen von Gedeo und Sidamo zurück nach Adis Abeba geht.
Quellenangaben zum Foto: Mit freundlicher Genehmigung von www.fotofeeling.com
(Carina Tietz)
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Schlagworte: Adis Abeba, Aksum, Äthiopien, Bahir Dan, Chamo-See, Konso, Lalibela, Mursi, Netchisar Nationalpark, Rift Valley See, Tis Issat Fälle




