Die Insel Lamu in Kenia
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Die Insel Lamu in Kenia

18. Juni 2009

Insel Lamu

Insel Lamu (copyright: Karl Scheliessnig)

Lamu ist eine Sandinsel im Indischen Ozean an der Küste Kenias. Mit nur etwa 400 Metern zum Festland ist sie nicht weit von der Küste entfernt. Die Insel ist sehr flach und besteht aus Sand, wurde aber mit mehreren Städten bebaut. Kipangani, Matondoni, Shela und Lamu Town heißen die Städte, wobei die Altstadt von Lamu Town zum Unesco Welterbe erklärt wurde.

Gegründet wurde die Stadt von osmanischen Händlern im 5. oder 6. Jahrhundert, die auch den Islam auf die Insel brachten. Im 16. Jahrhundert herrschten die Portugiesen über die Insel, doch wurde die Macht wieder abgegeben. Das heutzutage als Museum genutzte Fort wurde im 19. Jahrhundert erbaut, als die Insel unter der Herrschaft des Sultan von Oman war. Ende des 19. Jahrhunderts fiel die Insel, mit Kenia, unter die britische Kolonialherrschaft. Erst ab dem Jahre 1963 wurde Lamu größtenteils unabhängig, die Insel ist weitestgehend eigenständig.

In der Stadt leben heutzutage etwa 30 000 Menschen. Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten lebte die Insel bis etwa 1907 vom Sklavenhandel. Ab da trat ein Gesetz in Kraft, das den Sklavenhandel verbot und damit Lamu in eine Krise stürzte. Doch generiert Lamu Einnahmen aus Landwirtschaft, Fischfang und natürlich aus dem Tourismus. Interessanterweise sind Esel auf der Insel die entscheidenden Fortbewegungs- und Transportmittel, Autos gibt es dort nicht.

Auf Lamu angekommen, sind das auffälligste aber die Menschen, die ohne Eile ihr Tagewerk vollbringen. Das Leben ist sehr idyllisch und die Häuser, von denen die Farbe abblättert, geben der Stadt ein Postkartenflair. Allerdings ist dieser Verfall für die Lamus selbst bitter, denn sie sehen darin ihren schwindenden Reichtum. Auf der Insel gibt es mehrere Hotels. Die Frauen laufen verhüllt herum, woran sich weibliche Besucher anpassen sollten und nicht zu viel Haut zeigen sollten. Es herrschen über das Jahr hinweg Temperaturen von 25 bis 30 Grad, Regen fällt vor allem im Sommer.

Quellenhinweis: Das Foto wird mit freundlicher Genehmigung von www.scheliessnig.at verwendet!


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