Der Kamel-Markt von Kairo
18. Juni 2009| Tweet |
Die Luft ist staubig und das „Grummeln“ der Kamele und das Schreien der Händler ist Kilometerweit zu hören. Nahe dem Dorf Birqash geht die Sonne auf. Jeden Freitag findet hier der große Kamel-Markt von Kairo statt.
Nur wenige Touristen verirren sich hierher, dabei ist der Besuch lohnenswert. Einzig Bedingung ist, dass man früh aufsteht, denn das Zusammentreiben der Tiere beginnt schon lange vor Sonnenaufgang. Am einfachsten ist die Anreise mit dem Taxi vom Ramses Bahnhof, nördlich von Kairo. Von hier sind es noch etwa 25 Kilometer. Von ausländischen Besuchern wird meist ein Eintrittsgeld verlangt. Wer es dann auf den ummauerten Platz geschafft hat, der befindet sich auf dem größten Kamelmarkt des Vorderen Orients. Hunderte Kamele wechseln hier jede Woche den Besitzer. Während der gesamten Marktzeit stehen die Tiere auf drei Beine. Ein Vorderbein ist hochgebunden und so wird verhindern, dass die Kamele „Reiß-Aus“ nehmen. Die meisten Tiere und Händler kommen aus dem Sudan. Sie sind zuvor weit über 1000 Kilometer durch die Wüste marschiert. In der Nähe von Assuan werden sie auf Lastwagen und Güterwagons verladen und in die ägyptische Hautstadt gebracht. Die meisten Tiere landen in den Schlachthöfen. Einige werden auch als Lasttiere weiter verkauft. Das Schreien der Händler klingt seltsam und fast schon ein wenig unheimlich. Auf dem Platz kann man kaum sein eigenes Wort verstehen und manche feilschen so enthusiastisch, dass man denken könnte, dass sie miteinander streiten. Gegen Mittag wird es dann abrupt ruhig und die Geschäfte sind abgewickelt. Die Händler aus dem Sudan machte sich auf dem Heimweg durch die Wüste und die ägyptischen Kunden sind zufrieden.
Quellenhinweis zum Foto: (c) zillertal 2000, www.pixelio.de
von Carina Tietz
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