(Hoffentlich) Kein Voodoo bei der WM
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(Hoffentlich) Kein Voodoo bei der WM

6. Juni 2009

Zu Hause ja, im Stadion bitte nicht: Voodoo

Zu Hause ja, im Stadion bitte nicht: Voodoo

Die FIFA hat nach neuen Meldungen, dass bei Spielen afrikanischer Fußballmannschaften wieder zu Voodoo-Versuchen gegriffen wurde, eindringlich davor gewarnt, dies auch bei der WM 2010 in Südafrika durchzuführen. Ein “traditioneller Medizinmann” hatte vor einem Spiel ein Huhn geopfert, verbrannt und danach unter dem Spielfeld vergraben. Wir als aufgeklärte Europäer glauben zu wissen, dass dies keinen Zugewinn in der sportlichen Leistung einer Mannschaft bringen kann. Der FIFA geht es allerdings auch nicht darum, ob ein Team nun beeinflusst wird, ihm die Haxen am Boden festwachsen oder der Torwart plötzlich erblindet, auf dass der Gegner leichtes Spiel hat. Es geht auch nicht darum, die Gesundheit der Spieler zu schützen, die möglicherweise beim Kontakt mit Kadavern gesundheitliche Beeinträchtigungen zu fürchten haben.

Grund der FIFA, das Unterlassen derartiger Voodoo-Aktionen anzumahnen, ist die Angst um den Zustand und die Qualität der Spielfläche. Wenn ständig und allerorten der Rasen aufgebuddelt und Dinge dort vergraben werden, genügt das Spielfeld irgendwann nicht mehr den Ansprüchen, die die FIFA an einen WM-Rasen stellt.

Und wer sich an den einen oder anderen Medizinmann afrikanischer Teams bei der WM 2006 erinnert, der wird wissen, dass sich die Wirksamkeit dieses Spuks ohnehin in engen Grenzen hielt. Also, liebe Medizinmänner, opfern und die Opfertiere vergraben ja, aber bitte nicht im WM-Stadion. Danke.

Creative Commons License photo credit: evil nickname


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