Der Kiambere-Staudamm in Kenia
6. April 2009| Tweet |
Der Tana River ist der längste Fluss Kenias und ist einer der wenigen Flüsse, die das ganze Jahr über Wasser führen. Seinen Ursprung hat dieser in den regenreichen Hängen des Mount Kenya, der genaue Ursprung ist nicht bekannt. Von dort führt er das aufgenommene Wasser überwiegend durch Trockengebiete, wobei am Mount Kenya noch einige schön anzusehende Wasserfälle durchflossen werden. Mit seinen 604 km endet er im Indischen Ozean und hat einen weitestgehend ruhigen Verlauf.
Insgesamt liegen auf dem Weg sieben Staudämme und fünf Stromkraftwerke, einer davon ist der Kiambere-Staudamm, benannt nach der Stadt Kiambere. An dem Fluß liegen einige Reservate und Nationalparks, wie zum Beispiel der Kora-Nationalpark. Entlang des Flusses entstanden einige Bewässerungsprojekte, die den Menschen fruchtbares Land bringen sollten. Das Buru-Bewässerungsprojekt ist als gescheitert erklärt worden und hat das Land in eine Wüste verwandelt.
Der Kiambere Staudamm greift sehr tief in die Gegebenheiten und Umweltbedingungen ein. Auch die Einheimischen empfinden die Projekte als Landraub und lehnen sich gegen die Eingriffe auf, wenn sie sich nicht vertreiben haben lassen.
Zahlreiche Vogel- und Tierarten sowie Pflanzenarten sind dort angesiedelt, zum Teil gelten diese als einmalig und kommen nur in dieser Region vor. Deshalb haben auch Umweltschützer gegen diesen Eingriff protestiert, doch halfen auch deren Warnungen nicht. Kiambere liegt etwa 430 km von Mombasa entfernt und bietet auch einige Sehenswürdigkeiten.
Kiambere ist auch von Nairobi nicht weit entfernt. Fährt man von dort aus in nordöstlicher Richtung, über Thika nach Kangonde und von dort nach Norden Richtung Embu, erreicht man Kiambere östlich von Kiritiri. In der Stadt gibt es einige Hotels und Unterkünfte, in die man sich einmieten kann. Von dort sind die vielen Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele erreichbar, wie zum Beispiel die Nationalparks. Die Stadt liegt zentral zwischen den Gebirgen im Westen und Osten, in dem ein gutes Straßenverkehrsnetz ausgebaut ist.
Quellenhinweis: Das Foto wird mit freundlicher Genehmigung von www.scheliessnig.at verwendet!
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