Das Faunenreservat Dja in Kamerun
Touring-Afrika.de - ReiseführerTouring-Afrika.de - Reisen
   
 

 

 


Das Faunenreservat Dja in Kamerun

13. März 2009

Python

Python

Das Natur- und Tierreservat Dja-et-Lobo liegt westlich von Lomiè in Kamerun und ist für den Tourismus noch vollkommen unerschlossen. Es ist seit 1950 als Naturreservat geschützt und von der Unesco als Nationalpark vorgeschlagen. Das Naturreservat ist fast vollständig vom Dja-Fluss umschlossen und ca. 526.000 ha groß. Die Landschaft dort ist sehr flach und weist nur wenige Hügel auf. Sie wird vom dichten Kongo-Regenwald bedeckt. Der Regenwald ist immergrün und weitestgehend unberührt. Er hat eine sehr große und verschiedene Artenvielfalt.

Einige kleine Dörfer, die in dem Wald liegen, besitzen Kaffee- und Kakaoplantagen. In dem Reservat findet man sehr viele verschiedene Arten von Tieren, obwohl es noch sehr wenig erforscht ist. Es leben dort zum Beispiel Flachland-Gorillas, Mandrill-Affen, schwarz-weiße Colobus-Affen, Schimpansen, Waldelefanten, Sitatunga-Antilopen, Leoparden, Warzenschweine, Riesenwaldschweine und Büffel. Auch einige Reptilien wie Python-Schlangen, Echsen und zwei Arten von Krokodilen.

Im gesamten Reservat ist das Jagen verboten. Nur die Pygmäen, die in kleinen Camps leben, dürfen dort jagen. Es gibt keinerlei touristische Infrastruktur in dem Naturreservat, obwohl dafür bereits Vorschläge vorliegen. Dabei ist vorgesehen, dass die angrenzenden Dörfer mit einbezogen werden. Die Unesco möchte bei der Umsetzung der Vorschläge auf jeden Fall die Natur und auch die Dörfer der Pygmäen schützen. Weiterhin wollen Sie den Bau von Trails, Brücken und kleinen Touristencamps fördern. Leider fehlt es bis heute an den nötigen Mitteln zur Umsetzung des Nationalparks.

Außerdem gibt es dort auch sehr wenige Ranger-Posten, die die Wilderei kontrollieren könnten. In diesem Gebiet sind besonders die Waldelefanten gefährdet. Hier ist zu hoffen, dass dieses unberührte Regenwaldgebiet mit seiner einzigartigen Tierwelt bald als Nationalpark zu besichtigen ist.

Möchten Sie weitere Informationen über das Naturreservat Dja-et-Lobo haben, so wenden Sie sich an die Unesco in 75352 Oarus.

Quellenhinweise zu den Fotos: © Guennibaer / Pixelio


Das könnte auch interessieren:

» Olympia 2012: Im Fußball vier Teams aus Afrika dabei
» Seltene Gorillas in Kameruns Dschungel gefilmt
» Suaheli Online-Wörterbuch
» Angola: Die größte Ölplattform der Welt
» Googles heutiges Doodle: Howard Carter, der Entdecker von Tutanchamuns Schatzkammer

Schlagworte: , , , ,

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URL

Hinterlasse einen Kommentar










  
Touring-Afrika auf Facebook