Der Gariep-Damm in Südafrika
Touring-Afrika.de - ReiseführerTouring-Afrika.de - Reisen
   
 

 

 


Der Gariep-Damm in Südafrika

25. Februar 2009

Seitenarm des Oranje

Seitenarm des Oranje

Da das südafrikanische Binnenland unter großen Wassermangel leidet, wurde 1972 eines der umfangreichsten Projekte in Südafrika gestartet. Man baute in der Nähe von Narvalspont am Ostkap Südafrikas einen Staudamm, den Gariep-Damm,  um die Städte Johannesburg, Port Elizabeth und Bloemfontein  mit Trinkwasser zu versorgen. Außerdem dient der Gariep-Damm, früher genannt H. F. Verwoerd Dam nach dem Initiator dieses Planes, für die Gewinnung elektrischer Energie.

Gestaut wird der Oranje Fluss bis zu 100 km und damit wird der Gariep-Damm zu einem 374 km² großen Stausee. Das Wasser wird abgeleitet durch vier Turbinen zu dem seinerzeit politischen Förderer, Hendrik Verwoerd, benannten Elektrizitätswerk. Vor allem stellt man sicher, dass die agrarwirtschaftliche Nutzung des Landes auch weiterhin besteht. Aber auch die Goldgewinnung kann aufgrund des vorhandenen Wassers bzw. Elektrizität vorangetrieben werden.

Der Orange Fish Tunnel, der längste Wassertunnel der Welt, leitet das Wasser des Staudammes in das Gebiet des Fish Rivers. Auch wurde der Damm gegen die Überschwemmungen gebaut, denn der Oranje River hat oftmals das fruchtbare Land überflutet. Um den Betrieb des Hochspannungssystems stabil zu halten, werden Kondensatoren benutzt, die synchron arbeiten. Der produzierte Strom wird dann zur Verteilungsstation in der Nähe von De Aar am Nordkap geschickt. Zuerst wurden nur zwei Turbinen im Jahr 1971 in Betrieb genommen. Aber aufgrund des Mehrbedarfs an Strom folgten 1976 zwei weitere Turbinen. Finanziert wurde das ganze Projekt durch die Deviseneinnahmen aus dem Verkauf von Gold und Diamanten.

Der Damm wird umschlossen von einem riesigen Naturschutzgebiet. Hier leben in der grashügeligen Umgebung Antilopen und Gnus in freier Wildbahn. Touristen finden hier ein schönes Fleckchen Erde für Erholung oder für Freizeitaktivitäten, denn am Rand des Schutzgebietes befinden sich mehrere Campingplätz oder eine Vielzahl von Ferien-Ressorts. Ebenso kann der Gast ein Restaurant oder einen Markt aufsuchen. Neben Souvenirläden befindet sich auch ein Supermarkt vor Ort.

Lesen Sie mehr zum Gariep Dam Nature Reserve!

Quellenhinweise: Die Fotos werden mit freundlicher Genehmigung von www.suedafrika-fotos.de verwendet!


Das könnte auch interessieren:

» Soweto: Die Townships im Südwesten von Johannesburg
» Olympia 2012: Im Fußball vier Teams aus Afrika dabei
» Kapstadt: Frachter vor Südafrika gestrandet
» Suaheli Online-Wörterbuch
» Angola: Die größte Ölplattform der Welt

Schlagworte: , , , ,

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URL

Hinterlasse einen Kommentar










  
Touring-Afrika auf Facebook