Die Christuskirche in Windhoek in Namibia
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Die Christuskirche in Windhoek in Namibia

23. Februar 2009

Christuskirche

Christuskirche

Spaziert man die Robert-Mugabe-Avenue in Windhoek entlang, kommt man direkt zur Christuskirche im neu-romanischen Baustil. Die Christuskirche wurde vom Regierungsbaumeister Gottlieb Redecker entworfen und 1910, in der Blütezeit Windhoeks, für die evangelisch-lutheranische Gemeinde eingeweiht. Das sehenswerte Nationaldenkmal ist eines der beliebtesten Fotomotive in Windhoek und speziell abends, durch die Beleuchtung der tiefer stehenden Sonne, ein echtes Juwel.

Die Christuskirche wurde aus Quarzsandstein erbaut, der aus der Nähe von Windhoek stammt. Das eindrucksvolle Portal ist aus Carrara-Marmor gefertigt. Die schönen Buntglasfenster im Altarraum der Christuskirche stammen von einer Spende des Kaisers Wilhelms, die wertvolle Bibel stiftete seine Frau Auguste Viktoria. Sie ist ein besonderer Schatz in der Christuskirche, besitzt eine persönliche Widmung der Kaiserin und kann auch besichtigt werden.

Die Schlüssel zur Besichtigung des Kircheninneren bekommt der Tourist im Kirchenbüro in der Peter-Müller-Straße 12. Wer sich im Inneren der Kirche befindet, wird erkennen, dass er sich mitten in der Geschichte der deutschen Kolonialzeit befindet. Auf einer rund sieben Meter langen Bronzetafel sind die Namen und die Daten des Todes von gefallenen deutschen Schutztruppen-Soldaten eingetragen. So ist die Kirche trotz der Bemühungen der Pfarrer, auf internationaler Ebene auch nicht-deutsche Menschen dafür zu begeistern, ein rein deutscher Ort geblieben.

Ein Blick ins Innere lohnt sich allemal: das ehemalige Altarbild, jetzt an der Seitenempore angebracht, ist eine Kopie der „Auferweckung des Lazarus“, vom flämischen Maler Rubens. Das Originalbild wurde 1945 durch einen Brand in Berlin zerstört.

Sportliche Touristen können den Kirchturm besteigen. Auf den letzten Treppenstufen ist es gefährlich, Vorsicht ist geboten. Ist man aber erst einmal oben angelangt, wird man nicht wirklich mit einem atemberaubenden Blick belohnt. Dafür ist der Kirchturm ist mit seinen 41 Metern einfach zu niedrig.

Quellenhinweise zu den Fotos: © Lothar Henke / Pixelio


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