Das Fort Jesus in Kenia
15. Februar 2009| Tweet |
Das Fort Jesus liegt in der Hafenstadt Mombasa auf einer Insel an der südlichen Küste Kenias. Die Stadt wurde im 11. Jahrhundert von den Arabern gegründet und hat heute etwa 800000 Einwohner. Mombasa bietet außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten, wie die haushohen Stoßzähne, die auch Mombasas Wahrzeichen sind. Aus geschichtlicher Sicht ist das Fort Jesus das absolute Highlight. Im 16. Jahrhundert eroberten die Portugiesen die Stadt und bauten das Fort zu ihrem eigenen Schutz gegen die Türken und einheimischen Angreifer. Die Portugiesen unterstanden damals dem spanischen König und dieser versuchte durch die Errichtung des Forts seine Herrschaft in der Welt zu verbreiten.
Der Hafen wurde an einer strategisch wichtigen Stelle nahe an Korallenriffen errichtet, um angreifende Schiffe fern zu halten. Doch wurden die Portugiesen von den Arabern im 17. Jahrhundert vertrieben. Zuvor gab es sozusagen einen Schlagabtausch zwischen Angriffen, wobei das Fort dann immer wieder verbessert wurde und die Verteidigungsanlagen modernisiert oder neu gebaut wurden. Die noch heute aufgestellten Kanonen zeugen von der kriegerischen Stimmung der damaligen Zeit. Letztlich diente es ja allein der Kriegsführung.
Das imposante Gebäude ist in der heutigen Zeit ein wahrer Touristenmagnet. Man sollte ihn auch unbedingt besichtigen, wenn man nach Mombasa fährt. Der Eintritt ist kostenpflichtig, doch die beeindruckende Architektur allein ist es schon wert. Zudem bieten die originalen Wandmalereien einen Eindruck der damaligen Zeit. Im Allgemeinen wird versucht, das Fort Jesus in dem damaligen Zustand zu belassen, um eine möglichst echte Darstellung der damaligen Zeit zu gewähren. So wirkt die Anlage auf den ersten Blick etwas herunter gekommen, wobei man an den Grünflächen sehen kann, dass das Areal gepflegt wird. Die Häuser lassen die verschiedenen Einflüsse der herrschenden Völker erkennen. Das Museum informiert zusätzlich über die geschichtlichen Ereignisse im und um das Fort.
Quellenhinweis: Das Foto wird mit freundlicher Genehmigung von www.scheliessnig.at verwendet!
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