Der Menengai Krater in Kenia
1. Februar 2009| Tweet |
Der Menengai-Krater liegt im Osten des Ostafrikanischen Grabenbruchs im Südwesten von Kenia, in der Nähe der Stadt Nakuru. Diese ist 1904 gegründet worden und heute Hauptstadt der Provinz Rift Valley. Die Stadt ist mit knapp 300 000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Kenias. Besondere Bedeutung hat die Stadt durch ihren Bahnhof, der eine Verbindung zur Hauptstadt Kenias Nairobi sowie eine Strecke in die Nähe von Kisumu bietet.
Der Menengai-Krater reicht in eine Höhe von 2490 Meter und kann sich der zweitgrößte Vulkan-Krater der Welt nennen. Sein Name bedeutet übersetzt „Ort der Leichen“ und spielt auf eine Schlacht zweier Massai-Gruppen an, die im Jahre 1854 Hunderte an Kriegern in den Abgrund zu Tode stürzen ließ. Der Krater ist nämlich zu Fuß gut zu erreichen, wobei dann ein Abhang von 500 Metern Tiefe folgt.
Der Menengai-Krater hat eine runde Struktur mit einem Durchmesser von etwa 12 Kilometer, die auch Caldera genannt wird. Diese Form entsteht durch eine explosionsartige Eruption während eines Vulkanausbruchs. Sie kann aber auch durch das Zusammenstürzen der Oberfläche, nachdem sich der Vulkan seines Magmas entledigt hat, entwickeln. Ein Unterschied, ob die Form durch Explosion oder Implusion entstanden ist, lässt sich schwer nachvollziehen, da Magma in die entleerte Kammer nachfließen kann.
Für Besucher ist der Menengai Krater entweder zu Fuß oder mit Auto erreichbar. Am Rand des Kraters sind viele Felsvorsprünge, auf denen man die Sicht in das Innere genießen kann. Von dort sind auch immer kleine Rauchschwaden sichtbar. Allein die Ausmaße von 12 km Breite und 500 Meter Tiefe lassen erahnen, welch ein Anblick sich auf das Reservat mit einer bewachsenen Pflanzenwelt am Boden ergibt, zumal die Aussicht nicht auf diese Sehenswürdigkeit begrenzt ist, sondern sich auf das dahinter gelegene Land mit Bergen und Seen ausdehnt.
Die Massai sind im Übrigen sehr friedlich und touristenfreundlich geworden und lassen sich gern gegen Bezahlung mit Besuchern fotografieren. Genau genommen ist dies eine ihrer wichtigsten Einnahmequellen geworden.
Quellenhinweise zu den Fotos: © Kunstzirkus / Pixelio
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