Der Naivasha-See in Kenia
31. Januar 2009| Tweet |
Der Naivashasee liegt im Südwesten von Kenia mitten im Osten des Ostafrikanischen Grabenbruchs. Von Nairobi ist er in nordwestlicher Richtung etwa 70 km entfernt. Er ist mit 8 Metern Höchsttiefe äußerst flach. Mit 1880 Metern über dem Meeresspiegel ist der Naivashasee der höchstgelegene See inmitten verschiedener Vulkangebirge, eingeschlossen von dem Eburru im Norden und im Westen vom Mau-Escarpments. Die südliche Seite begrenzt der Olkaria-Vulkankomplex, die östliche das Aberdare Vulkangebirge.
Der Naivashasee ist im Gegensatz zu den anderen Seen der Region, mit Ausnahme des Baringo See, ein Süßwassersee. Dies kommt dadurch, dass er in seinem Einzugsgebiet mit einer Größe von circa 3200 km² vom regenreichen Osten, vom Aberdare Gebiet, Wasserzufluss bekommt. Die Hauptzuflüsse des Naivashasee sind aber der Malewafluss und er Gilgifluss. Als Abfluss gelten unterirdische Abgänge in die tiefer gelegenen Regionen des Nordens und Südens.
Der Naivashasee bietet Lebensraum für eine Vielzahl an Tieren. Darunter sind allein etwa 300 Vogelarten wie Marabus, Pelikane oder Schreiseeadler. Auf eine hohe Lautstärke sollte man sich hier einstellen. Größere Säugetiere wie Flusspferde, Zebras, Antilopen oder Giraffen haben dort ebenfalls ihre Heimat gefunden.
Der Wasserspiegel des Naivashasees schwankt unter dem Einfluss der Menschen. Blumenanbau und Trinkwasserentnahmen setzen der Umwelt des Sees genauso zu wie Überfischung. Für knapp 250 000 Menschen, die vor allem in den Städten Nakuru und Naivasha leben, ist der See Wasserquelle und Lebenselixier.
Die Halbinsel Crecent Island ist ein privates Schutzgebiet, auf dem man gegen eine geringe Gebühr die Tiere bestaunen kann. Der landwirtschaftliche Anbau von Blumen und Gemüse verhilft den Menschen zum Bau eines Krankenhauses und zur Verbesserung der Infrastruktur. Der Straßenausbau ist teils gelungen, teils fährt man über sehr holprige Wege.
Um den Naivashasee führt ein Weg zu dem benachbarten Crater Lake, zu dem sich ein Ausflug ebenfalls lohnt. Die Landschaft belohnt mit sagenhaften Ausblicken über weite Flächen von savannenartiger Vegetation, verbunden mit direkten Tierbegegnungen. Das Klima ist sehr abwechslungsreich und zum Teil auch auf den See beschränkt. So hat regionaler Regen am See keinen Seltenheitswert und Bootsausflüge sollten auch erst am See direkt geplant werden, wenn die Windverhältnisse bekannt sind.
Quellenhinweise zu den Fotos: © Katze Asmodina / Pixelio
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Schlagworte: Crecent Island, Kenia, Naivasha-See, See




