Der Hindutempel in Pietermaritzburg in Südafrika
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Der Hindutempel in Pietermaritzburg in Südafrika

28. Januar 2009

Hindutempel

Hindutempel

Die Hauptstadt Pietermaritzburg liegt in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal. Die Stadt wurde 1839 von burischen Voortrekkern gegründet und trägt den Namen nach seinen Begründern Pieter Retief und Gerrit Maritz. 1843 eroberte die britische Krone das Areal und machte Pietermaritzburg zur Hauptstadt der britischen Kolonie Natal. Daher rühren noch viele historische Bauten und herrliche große Parks. Pietermaritzburg ist bekannt für seine gut erhaltenen Kolonialgebäude und die bauwerklichen Zeugen aus jener Zeit.

Die Bevölkerung ist multikulturell, da aufgrund der einstmaligen Herrschaft viele Auswanderer der Stadt zuströmten. Moslems und Christen, Mormonen und vor allem Inder fanden hier einen Platz, um zu leben und zu arbeiten. Dadurch ist auch in jedem Viertel eine andere Nationalität zu Hause. Aber vor allem Dingen ist Pietermaritzburg durch Mahatma Gandhi bekannt geworden, da er 1893 eine Nacht in einem eiskalten Aufenthaltsraum ausharren musste, weil er am Bahnhof in Durban ein 1. Klasseticket erworben hatte. In Pietermaritzburg wurde Gandhi aus dem Zug geworfen, denn nur weißen Menschen war der Aufenthalt in diesem Zugabteil gestattet. Dieses Schlüsselerlebnis löste eine spektakuläre Bewegung aus. Gandhi gilt als der geistige Führer der Unabhängigkeit Indiens. Ihm zu Ehren errichtete die Stadt eine moderne Statue, die aber als äußerst umstritten gilt.

So wie Moslems in der Stadt ihre Moscheen errichteten, so sind auch Hindu-Tempel in Pietermaritzburg erbaut worden. Der bekannteste Tempel ist der Sri Siva Soobramoniar. Er ist der Mittelpunkt neben dem Marriamen Tempel für die indische Bevölkerung. Der Tempel ist prunkvoll ausgestattet und zeigt, wie die Welt der Götter die Welt der Menschen berührt. Dies ist auch im Glauben des Hinduismus ein wichtiges Ereignis. Die verschiedenen Götter sind prachtvoll dargestellt, aber allen voran springt die Gottheit Vishnu und Ganesh dem Betrachter in die Augen. Der Hindu-Tempel wurde zwar schon 1898 errichtet, ist aber immer wieder restauriert worden. So genannte Gottesdienste werden nicht in dem Tempel abgehalten, aber er gilt als Anziehungspunkt für Touristen. Seine prächtige Innenansicht lässt den Betrachter in eine ferne Welt entfliehen. Besonders gehuldigt werden die Gottheiten jedes Jahr am Karfreitag nach dem Fastenbrechen. Denn dann absolvieren die Gläubigen einen barfüßigen Gang über glühende Kohlen. Dieses Ritual findet jedes Jahr statt und wird mit großer Gewissenhaftigkeit von den Indern zelebriert.

Quellenhinweise zu den Fotos: © dido-ob / Pixelio


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