Die Great Zimbabwe Ruins in Simbabwe
9. Januar 2009| Tweet |
Im Süden Zimbabwes, nur rund 30 Kilometer von Masvingo entfernt, liegt das größte und wichtigste Kulturerbe des Landes: die großen Ruinen, die Simbabwe seinen Namen gegeben haben. In der Sprache der Shona bedeutet Zimbabwe „Steinhaus“. Archäologen nehmen an, dass die einst riesige Stadt um das Jahr 1000 erbaut worden ist. Der deutsche Archäologe Carl Gottlieb Mauch vermutete bei einem Besuch 1871, die Stadt wäre „Ophir“, die sagenhafte Stadt der Königin von Saba. Die Stadt war weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.
Noch heute lässt sich erahnen, wie reich und mächtig Simbabwe einst gewesen sein muss. Die Mauern waren bis zu neun Meter hoch und die Häuser hatten, was für das damalige Afrika ungewöhnlich war, einzelne Räume. Die Stadt, deren Mauern ohne Mörtel erbaut wurden, hatte sogar ein ausgebautes Abwassersystem. Die Menschen, die hier lebten, hatten riesige Viehherden und trieben einen regen Handel mit Bodenschätzen wie Kupfer, Gold und Eisen. In den Ruinen fanden Archäologen Porzellanscherben aus China, Schmuck aus Indien und orientalisches Glas. Dies sind eindeutige Beweise dafür, wie mächtig Simbabwe zu seiner Blütezeit zwischen dem 12. Und 13. Jahrhundert gewesen sein muss. Aufgegeben wurde die Stadt vermutlich erst im 16. Jahrhundert. 1986 erklärte die UNSECO die großen Ruinen zum Weltkulturerbe.
Von Masvingo aus verkehren täglich Busse zur Ruinenstadt. Eine Fahrt kostet umgerechnet etwa 0,80 Euro. Wer sich mehr Zeit für diese Sehenswürdigkeit lassen möchte, kann auch im Great Zimbabwe Hotel in unmittelbarer Nähe wohnen. Das Hotel hat 47 Zimmer, die im gemütlichen Kolonialstil mit allem Komfort eingerichtet sind. Der Preis pro Nacht beträgt knapp 60 Euro. Wer eine sachkundige und interessante Führung möchte, kann im Hotel einen einheimischen Führer buchen.
Zur Hotelanlage gehören auch einige Bungalows. Vermietet werden die im Landesstil gehaltenen Bungalows mit Service für 75 Euro pro Nacht. Man hat aber auch die Möglichkeit, sich selbst zu versorgen.
Quellenhinweise zu den Foto: © Lothar Henke / Pixelio
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