Der Inbegriff eines despotischen Staates, der sich sogar innerhalb der arabischen Welt auf eigenen und eigenwilligen Pfaden bewegte, war immer das nordafrikanische Land Libyen. Immer, das bedeutet seit “Revolutionsführer” Muammar al-Gaddafi dort an der Macht ist, und das ist nun auch schon 41 Jahre lang der Fall. Hatte Libyen lange Zeit davon leben können, dass es aus dem Verkauf seiner Ölvorkommen so viel Einnahmen generierte, dass ein sozialistisches Staatsmodell möglich war, obwohl die wirtschaftliche Lage ansonsten eher schwach zu nennen war, scheint sich nun ein Wandel zu vollziehen.
Libyen muss sich von seinen Öleinnahmen emanzipieren und scheint inzwischen dazu auch bereit zu sein. Seit 2003 sind die Sanktionen der UNO aufgehoben, die den an vielen Stellen ärmlich wirkenden Staat vom Rest der Welt isolierten und im Innenleben keine wirkliche Entwicklung möglich machten. Diesen Beitrag weiterlesen »
Während die FIFA eine Vuvuzela für ein einem Fußballspiel angemessenes Gerät hielt, hat die UEFA die Vuvuzela bei internationalen Spielen (in Europa) gerade verboten.
Wir können das überhaupt nicht nachvollziehen. Das soll doch bitte jeder selbst entscheiden, ob er eine Vuvuzela für ein sinnvolles Instrument hält, wenn er sich über ein Tor seiner Mannschaft freuen will.
Bleibt also immer noch der nationale Fußball, bei dem dem Vuvuzela nach Herzenslust zum Einsatz kommen kann. Sowie natürlich die zahllosen Amateurspiele von der Regionalliga bis runter in die Kreisklasse: Gerade im letzteren Fall würde sich so manch einer über Vuvuzela-Beschallung sogar freuen.
Das hieße nämlich, dass überhaupt Zuschauer da wären.
Auch in Ghana wirkte Rudi Gutendorf in seiner langen Karriere.
Wer Afrika denkt (und deutsch dazu), kommt an Rudi Gutendorf nicht vorbei. Der in Koblenz geborene Fußballlehrer trainierte nicht weniger als 54 verschiedene Teams, von kleineren lokalen Mannschaften in der Nähe seiner Heimat Koblenz über den MSV Duisburg, Hamburger SV und VfB Stuttgart in der Bundesliga bis zu so einer Masse an vor allem afrikanischen Nationalmannschaften, dass er sicher der Rekordhalter in diesem Bereich ist. In Afrika trainierte Rudi Gutendorf im Einzelnen:
Und damit nach Nigeria, denn dort liegt das nur künstlich so benannte “Nollywood”, die Film-Produktionsstätte mit unglaublich hohem Ausstoß. Konkreter Sitz ist Nigerias Hauptstadt Lagos, allerdings finden sich auch in der weiteren Umgebung Filmproduktionsgesellschaften. Es gibt keine verlässlichen Zahlen, Beobachter schätzen die Produktionsrate aber auf zwischen 400 und 2.000 Filmen pro Jahr.
“Bollywood”, benannt natürlich ebenfalls in Anlehnung an Hollywood, sowie den Produktionsort Bombay (heute Mumbai) in Indien, war zuerst da, seit den 1930er Jahren schon, nun aber gibt es auch in Nigeria ein “Nollywood”. Hier produziert man seit etwa 1970 Filme, allerdings erst sei den 1990er Jahren in nennenswerter Stückzahl. Diesen Beitrag weiterlesen »
Auch mal ein bisschen zocken: Ein Flaggen-Quiz mit den Flaggen Afrikas.
Bei so vielen ernsten Themen hier, und leider Gottes gibt es in Bezug auf Afrika allzu viele ernste Themen, sollte auch der Spaß (und sogar ein bisschen Bildung) nicht zu kurz kommen. Also gibt es heute mal ein Flaggenquiz ans Herz gelegt, das allein aus afrikanischen Flaggen zusammgestellt ist.
Zugeben, auch wir haben noch die eine oder andere kleine Unsicherheit bei den Flaggen Afrikas, aber das wird mit diesem Quiz in Kürze Geschichte sein. Und genau dafür ist das Quiz ja auch gedacht. In Kürze mehr dazu, heute erstmal selber spielen, bitte.
Kaum zu glauben, aber dadurch kommt unser aller Internet. Nicht nur in Afrika.
Wir hatten letztens schon davon berichtet, allerdings nur, weil es Probleme damit gab. Dabei wollen wir einerseits es nicht so darstellen, als läge das speziell an Afrika. Andererseits könnten wir auch nicht bestreiten, dass es vor allem daran liegt, dass Afrika nun mal noch nicht so gut versorgt ist wie der Rest der Welt.
Es, das ist die Internet-Versorgung, speziell jene via Kabel durch die Ozene der Welt, und unser Bericht befasste sich mit dem Ausfall eines solchen, mitten während die WM gerade in Südafrika lief. Wie aber alle Leser aus Europa gemerkt haben, wenn sie zu dieser Zeit Infos zur WM haben wollten, hat die Infrastruktur des Internets in Südafrika diesen Ausfall gut überstanden: Verzögerungen bei der Daten-Auslieferung waren nicht spürbar. Diesen Beitrag weiterlesen »
Sicher fragt man sich immer wieder mal, welches der vielen riesigen Länder in Afrika denn nun das größte ist, weshalb wir von touring-afrika.de jetzt diese Liste als kleinen Service für unsere Leser im Gepäck haben. Überraschenderweise ist das größte Land Afrikas eines, welches ansonsten kaum in den Medien vorkommt, und auch das zweitgrößte hätte man sicher so nicht vermutet, allerdings ist da natürlich auch eine Menge Sand im Spiel.
Südafrika liegt nicht mal ganz oben in der Liste, Ägypten ist gar nicht enthalten und ansonsten sind auch weitere Kandidaten dabei, von deren Größe man selten etwas ahnt. Aber schauen wir uns die Liste en detail an: Diesen Beitrag weiterlesen »
Ein Bericht vom ORF, dem österreichischen Fernsehen, darüber, wie die Situation in Ghana bezüglich der Endstation für in Europa ausrangierte Computer und anderen Elektro-Geräte-Müll aussieht.
Mal wieder erschreckend, wie in der EU schärfste Vorschriften für den Umgang mit einem bestimmen Thema herrschen — und man den ganzen Kram einfach in einem anderen Kontinent ablädt, um diese Bestimmungen zu umgehen.
In Ouagadougou endet die Tour du Faso, das bedeutendste Radrennen in Afrika.
Ja, beim Beginn des Namens einer Veranstaltung “Tour de” oder “Tour du” denken alle nur an eins: Das muss die Tour de France sein. Oder etwas Artverwandtes. Und so ist es auch. Die “Tour du Faso” ist tatsächlich ein Radrennen in Burkina Faso. Eines, bei dem auch Europäer starten. Eines, das aber kaum zählt in der Welt des Sports der Industrienationen, in der Sportler aus Afrika nur dann ins Blickfeld geraten, wenn sie zufällig mal als Langläufer oder Kurzsprinter eine Olympiamedaille gewinnen, also maximal alle vier Jahre, oder wenn sie eben als Fußball-Profis in einem der großen europäischen Klubs untergekommen sind.
Plus ein paar Freaks, bei denen man auch nicht genau weiß, ob sie sich selbst oder Afrika einen Gefallen damit tun, wenn sie als Skilangläufer oder als Biathleten bei Olympia starten und dann als Nr. 64 ins Ziel kommen, weit abgeschlagen und Minuten nach dem Vorletzten.
Tour du Faso in Afrika so wichtig wie die Tour de France
Von Oberhausen nach Burkina Faso: Schlingensief wirkte weltweit
Ein trauriger Anlass macht uns erst jetzt auf diese wunderbare Idee aufmerksam: Christoph Schlingensief hatte vor Kurzem erst ein Opernhaus in Burkina Faso eröffnet. Das erste überhaupt in Afrika. Dafür setzte er sich auch noch nur wenige Monate vor seinem Tod ein, als er bereits schwer vom Krebs gezeichnet war, dem er am Samstag schließlich erlag.
Welche Beweggründe ihn zu dieser Idee geführt haben, verriet Schlingensief im Interview mit der NZZ. Dass er bereits 1996 einen Film über bzw. in Simbabwe gedreht hatte, “United Trash”, ist sicher nicht ganz so bekannt wie seine vielen Aktionen im deutschsprachigen Raum, zur Politik, gegen Ausländerfeindlichkeit, gegen Nazis. Zu jener Zeit sei der Vater seiner damaligen Freundin aus dem Land geworfen worden, weil er Missionarspriester war, und weil Mugabes Schergen auf dem Höhepunkt ihrer Macht waren, seien zudem alle Weißen zu Rassisten erklärt worden, Schlingensief selbst sogar einmal verhaftet worden. Diesen Beitrag weiterlesen »