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Sicherheit in Äthiopien

Innenpolitisch ist Äthiopien als stabil zu bezeichnen, was zu einer insgesamt akzeptablen Sicherheitslage Äthiopiens führt. In Gebieten, die an der Grenze zu anderen Staaten liegen, ereignen sich aber immer wieder Auseinandersetzungen. Im Osten des Landes, in der Somali-Region Ogaden finden Operationen des äthiopischen Militärs im Kampf gegen die ONF statt.

Zudem ist auch Äthiopien immer wieder Ziel terroristischer Aktivitäten. Dazu gehören auch Entführungen sowie Entführungsversuche. Insbesondere das Grenzgebiet zu Eritrea sowie die Danakil-Senke gelten hier als gefährdet. So wurden zum Beispiel im März 2007 Menschen in der Danakil-Senke entführt, im Februar 2008 konnten zuständige Truppen eine Entführung nur knapp verhindern. Wiederum in 2008, diesmal im Dezember, wurde eine Reisegruppe von Bewaffneten überfallen.

Nicht unproblematisch ist üblicherweise die Situation bei der Infrastruktur: die wenigsten Straßen sind gut ausgebaut, auch fehlt fast überall ausreichende Beleuchtung, weshalb auf Überlandfahrten während schlechter Sichtverhältnisse, also nicht nur in der Nacht, sondern auch bei extremen Wetterverhältnissen, verzichtet werden sollte. Außerdem existieren Gerüchte darüber, dass in Äthiopien Personen durch Landminen zu Tode gekommen seien. Bestätigt sind Berichte von Selbigem für zwei Äthiopier im April 2009. Zudem werden weiterhin neue Landminen verlegt, auch dadurch sollen erneut Personen zu Schaden gekommen sein.

Das Auswärtige Amt geht davon aus, dass sich derlei Vorfälle jederzeit wiederholen können, sowohl Unfälle mit Landminen als auch Entführungen bzw. Entführungsversuche.

Weitere Warnungen werden für die Region an der Grenze zu Somalia ausgesprochen. Hier kämpfen die äthiopischen Truppen gegen die OLNF, weshalb von Reisen in diese Region sowie östlich von Jijiga abgeraten wird, das Selbe gilt für die Region Benishangui-Gumez, auch dort kommt es immer wieder zu Zwischenfällen.

Minengefahr herrscht in folgenden Regionen: Somali (Ogaden), Afar (Danakil-Senke) sowie an den Grenzen zum Sudan und zu Somalia. Zudem ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen.

Doch auch bei Reisen in andere Regionen als die zuvor aufgeführten ist erhöhte Vorsicht und Wachsamkeit stets angebracht. Wer zu Lande von Äthiopien nach Eritrea reisen will, muss von diesem Vorhaben absehen: die Grenzübergänge sind zur Zeit geschlossen.

Weitere Gebiete, aus denen man von Überfällen weiß, umfassen die Strecke Strecke Sodo-Arba Minch-Jinka, und Asbe Teferi, die Metahara-Awash-Arba-Mieso, und die Strecke Bahir Dar nach Gondar. Zudem gilt der Nationalpark Awash als gefährdet, hier insbesondere der nördliche Teil. Außerdem gibt es Berichte von Überfällen in oder in der Nähe von dem Nationalpark Netchisar.

Neben dem schlechten generellen Zustand der Bahnstrecke zwischen Dire Dawa und Dschibuti wird diese Reisemöglichkeit in aller Regel von Ausländern gemieden. Nicht nur sind die schlechten Sicherheitsverhältnisse ein Problem, es kommt auch im Umfeld der Bahnstrecke immer wieder zu Sabotage- und Sprengstoffanschlägen.

Bei den Verhältnissen des Geldverkehrs ist es wichtig zu wissen, dass ältere US-Dollarnoten im gesamten Land nicht akzeptiert werden, weshalb es sinnvoll ist, sich stets neue Banknoten aushändigen zu lassen bzw. diese mit nach Äthiopien zu nehmen. Außerhalb der Hauptstadt Addis Abbeba, wo ein Geldwechsel problemlos möglich ist, könnte es schwierig werden, seine Euro in die Landeswährung zu tauschen. Hier sollte man unbedingt gut vorbereitet sein. Die Gebühren für das Geldabheben via Kreditkarte sind sehr hoch. Abseits von Addis Abbeba werden Kreditkarten nur selten akzeptiert.

In Äthiopien werden Drogendelikte schon bei geringen Mengen erheblich bestraft, dazu kommt, dass eventuelle Verfahren oft sehr lange dauern. Dies gilt auch für weiche Drogen. Außerdem sind homosexuelle Handlungen in Äthiopien strafbar. Sie ziehen Gefängnisstrafen zwischen 6 Monaten und 25 Jahren nach sich.

Die Einfuhr von Waffen aller Art sowie Pornographie ist verboten, Selbiges gilt für die Ausfuhr von älteren Gegenständen (älter als 50 Jahre), welche kulturhistorisch relevant sein können. Zudem dürfen mehr als 200 äthiopische Birr weder ein- noch ausgeführt werden.

Informationen vom Auswärtigen Amt zur Sicherheit in Äthiopien

Anmerkung: Natürlich sind diese Angaben ohne Gewähr. Es gilt immer, sich selbst beim Auswärtigen Amt über den aktuellen Stand der Sicherheitslage zu informieren.


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