Sharm El-Sheikh – Sehenswürdigkeiten, Hotels, Tauchen

Sharm El-Sheikh ist eine Stadt mit etwa 12.000 Einwohnern an der Südspitze der Sinai-Halbinsel. Die günstige Lage am Roten Meer hat dafür gesorgt, dass Sharm El-Sheikh zu einem der beliebteste Touristenziele in Ägypten werden konnte. Insbesondere Taucher schätzen die vielfältigen Rifflandschaften an der Küste.

Das Meer sorgt für ein feuchtwarmes Klima. Im Sommer liegen die Durchschnittstemperaturen bei 34-35 °C. Im Winter ist es mit 20-23 °C immer noch sehr warm. Besonders angenehm ist, dass die Wassertemperatur nie unter 20 °C fällt, so dass ein Bade- oder Tauchurlaub zu jeder Jahreszeit möglich ist. Die meisten Touristen kommen im Frühling und im Herbst. Dann sind die Temperaturen auch für Mitteleuropäer in einem angenehmen Bereich.

Sharm El-Sheikh war noch in den 1980er Jahren nicht mehr als ein kleines Fischerdorf. Erstmals wurde es im Jahr 1762 auf einer Seekarte vermerkt. Als in der Mitte des 20. Jahrhunderts der Massentourismus an Bedeutung gewann, waren jedoch die Voraussetzungen noch denkbar schlecht. Im Jahr 1955 wurde Sharm El-Sheikh zu einem der Schauplätze der Suezkrise. Nach dem Sechstagekrieg gehörte der Ort von 1967 bis 1982 zu Israel. Angesichts der problematischen Sicherheitslage verirrten sich in dieser Zeit nur wenige Ausländer auf die Sinai-Halbinsel. An Tourismus war überhaupt nicht zu denken. Sharm El-Sheikh ist gelegentlich in den Nachrichten, weil sich dort die Delegation verschiedener Staaten treffen, um den Nahost-Konflikt zu diskutieren. Im Jahr 2005 fand ein Terroranschlag statt, der 88 Todesopfer forderte.

Die Infrastruktur ist in den letzten Jahrzehnten konsequent ausgebaut worden. Es gibt Fährverbindungen nach Aqaba und Hurghada. Zudem legen häufig Kreuzfahrtschiffe am Hafen von Sharm El-Sheikh an. Die meisten Touristen reisen jedoch über den stadtnahen Flughafen an. Aus einem ehemaligen Militärflugplatz ist eine moderne Anlage geworden, auf der jedes Jahr über 5 Millionen Passagiere bedient werden. 2007 wurde angesichts der wachsenden Touristenzahlen die Kapazität auf 8 Millionen Passagieren ausgebaut. Die Anreise über Land kann mit Bussen oder einem PKW u.a. über Alexandria, Kairo und Dahab erfolgen.

Sharm El-Sheikh lebt fast ausschließlich von Touristen. Der glänzende Ruf als Seebad hat dazu geführt, dass die Stadt seit den 1980er Jahren einen gewaltigen wirtschaftlichen Aufstieg zustande bringen konnte. Auf die Reisenden warten eine Vielzahl von Hotels, Restaurants, Diskotheken, Märkten und Golfclubs. Die Ausrichtung auf westliche Touristen geht sogar so weit, dass das Glücksspiel erlaubt ist. Die größten Spielcasinos befinden sich in Naama Bay.

Tauchen in Sharm El-Sheikh

Die schönsten Tauchreviere der Region liegen vor der Haustüre. In den Korallenriffen tummeln sich u.a. Seesterne, Schnecken, Napoleonfische, Kugelfische, Barsche, Barrakudas, Muränen, Feuerfische, Haie und Rochen. Eines der beliebtesten Ziele ist die „Straße von Tiran“, die aus vier verschiedenen Riffs besteht. Auch „Ras Mohammed“ ist zusammengesetzt aus mehreren Riffs und hat als zusätzliche Attraktion das Wrack der 1876 gesunkenen „Dunraven“ zu bieten. Lohnenswert ist ein Tauchgang zu dem Wrack der „Thistlegorm“ im  Golf von Suez. Es wurde 1940 versenkt und befindet sich in einer Tiefe von 15 bis 30 Metern.

Sehenswürdigkeiten in Sharm El-Sheikh

Sharm El-Sheikh hat keine besonderen Sehenswürdigkeiten zu bieten, da es sich um eine reine Touristensiedlung handelt. Aber neben den Tauchrevieren gibt es auch an Land das eine oder andere schöne Ziel. Der „Coloured Canyon“ kann auf eine Tagesreise durch die Wüste besucht werden. Dies gilt auf für das Katharinenkloster, das ebenfalls in Reichweite liegt. Der Nabq-Nationalpark ist etwas weiter entfernt, ist aber für einen mehrtägigen Ausflug bestens geeignet. Die bizarren Felsformationen sind ebenso interessant wie die pittoresken Fischerdörfer.

Vor Ort werden Wüstensafaris angeboten, die durchaus interessant sind. Es ist auch möglich, mit einem einheimischen Führer auf eigene Faust die Gegend zu erkunden. Allerdings ist dies im Sommer nicht besonders sinnvoll, da die Temperaturen unerträglich werden können. Im Winter hingegen ist eine ausgiebige Erkundung der Sinai-Halbinsel möglich.