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Kairo
Kairo ist im Vergleich zu anderen wichtigen Städte des Orients erst spät entstanden. Die ersten Siedlungen im heutigen Stadtgebiet gab es schon im 7. Jahrtausend v. Chr. Im ersten nachchristlichen Jahrhundert gründet der römische Kaiser Trajan ein Fort am Nil mit dem Namen „Babylon“. Ab 641 regierten die Araber, doch erst als die Fatimiden Kairo im Jahr 973 zu ihrer Hauptstadt machten, nahm die Bedeutung der Stadt zu.
Schon früh galt Kairo als intellektuelles Zentrum des Islams. Dies ist heute auch noch so, insbesondere aufgrund der einflussreichen Al-Azhar-Universität. Im Jahr 1517 übernahmen die Osmanen die Macht, später kontrollierte Napoleon Bonaparte kurzfristig die Stadt. Ismail Pascha gelang schließlich im 19. Jahrhundert, aus Kairo eine europäische Metropole zu machen. Durch den Suezkanal gab es einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung, von dem die Hauptstadt profitierte. Nach der Absetzung Ismail Paschas gab es eine längere britische Herrschaft, die im Jahr 1922 endete. Das heutige Kairo hat mit großen Problemen zu kämpfen, die aufgrund der enormen Zunahmen der Stadtbevölkerung entstanden sind.
Sehenswürdigkeiten Kairo
Schon im 19. Jahrhundert gab es in Europa ein großes Interesse an der ägyptischen Kultur. Wer es sich leisten konnte, unternahm eine Reise nach Kairo und schaute sich die spektakulären Sehenswürdigkeiten an. Heute spielt der Tourismus eine wichtige Rolle als Einnahmequelle. Menschen aus der ganzen Welt kommen nach Kairo, um sich die sagenhaften Hinterlassenschaften der Antike anzuschauen.Ein guter Ausgangspunkt ist das Ägyptische Museum. Dort wird der Besucher in die Geschichte des Landes eingeführt. Interessant ist auch das Museum Arabischer und Islamischer Kunst, das einen Einblick in einer andere kulturelle Epoche der Stadt und des Landes bietet.
In der Stadt gibt es viele alte Gebäude, die eine Besichtigung lohnen, so z.B. die Oman-Makran-Moschee, die Al-Hakims-Moschee, die Mohammed-Ali-Moschee oder auch die Zitadelle im Osten der Stadt. Kanisa Mu'allaqa ist eine hängende Kirche, die eine eigentümliche Architektur aufweist. Nicht jedermanns Sache ist ein Besuch der Totenstädte. Dabei handelt sich um alte Friedhöfe, die dem Kundigen einen tiefen Einblick in die Vorstellungswelten der Verstorbenen geben.
Pyramiden von Gizeh, Sphinx
Die Pyramiden von Gizeh sind ohne Frage die bekanntesten Bauwerke Ägyptens. Sie liegen etwas außerhalb von Kairo und gehören zu den berühmten Weltwundern der Antike. Die technische Leistung nötigt Laien und Fachleuten bis heute größten Respekt ab. Selbst mit modernen Mitteln wäre es eine gewaltige Herausforderung, eine Pyramide zu bauen. Bis heute haben die Pyramiden nicht alle Geheimnisse preisgegeben. Sicher ist nur, dass es sich um Begräbnisstätten handelt. In der größten der drei Pyramiden wurde der Pharao Cheops beigesetzt.
Nicht weit von den Pyramiden entfernt, befindet sich die Sphinx von Gizeh. Es handelt sich um eine riesige Skulptur, die einen Löwen mit einem Menschengesicht zeigt. Aufgrund fehlender Quellen ist unklar, welche Bedeutung die Sphinx tatsächlich hatte. Sie könnte ein Teil des Sonnenkults gewesen sein, aber es gibt auch Forscher, die ein Porträt von Cheops in dem Kopf der Figur erkennen wollen.


