Gesundheit Ägypten
Die Gesundheitsversorgung in Ägypten entspricht nicht den europäischen Standards, ist aber im afrikanischen Vergleich gut. Allerdings gibt es regionale Unterschiede. In den Städten und insbesondere in Kairo gibt es gute Ärzte und Krankenhäuser. Auch in den Touristenzentren ist die medizinische Versorgung ordentlich. In den entlegenen Wüstengebieten ist die Versorgung oft schlecht. Auf jeden Fall sollte eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen werden, die auch im Notfall den Rücktransport übernimmt.
Impfungen
Rechtzeitig vor dem Antritt der Reise sollte ein Reise- oder Tropenmediziner aufgesucht werden, um die nötigen Impfungen und Vorsichtsmaßnahmen abzusprechen. Empfohlen werden insbesondere Impfungen gegen Polio, Diphterie, Hepatitis A und Tetanus. Nur bei längeren Aufenthalten ist auch ein Schutz gegen Tollwut, Meningokokken-Meningitis, Typhus und Hepatitis B nötig. Auch die in Deutschland empfohlenen Impfungen sollten gegebenenfalls aufgefrischt werden. Eine Gelbfieberimpfung ist nur dann nötig, wenn eine Einreise über ein Gelbfiebergebiet stattfindet. Dies gilt insbesondere für Reisende aus Trinidad und Tobago, Honduras, Guatemala, Nicaragua, Malawi, Botswana, Belize, Mauretanien und Costa Rica.
Krankheiten
Wie in allen heißen Ländern besteht auch in Ägypten die Gefahr von Durchfallerkrankungen durch verunreinigtes Wasser. Durch eine entsprechende Hygiene lässt sich das Risiko jedoch minimieren. Wasser sollte möglichst aus versiegelten Trinkflaschen stammen. Andernfalls muss es abgekocht oder desinfiziert werden. Besondere Vorsicht ist bei Salat geboten, wenn unklar ist, ob er mit Trinkwasser gereinigt worden ist. Fleisch sollte durchgebraten werden. Obst und Gemüse sollten vor dem Verzehr gekocht, geschält oder gründlich mit Trinkwasser gereinigt werden.
In Ägypten gab es in den vergangenen Jahren diverse Ausbrüche der Vogelgrippe, auch bei Menschen. Deswegen sollten der direkte Kontakt mit Geflügel vermieden werden.
Die Gefahr einer Malariaerkrankung ist in Ägypten minimal. Deswegen ist eine Malaria-Prophylaxe nicht nötig. Ein guter Mückenschutz ist hingegen hilfreich.
In stehenden Gewässern gibt es ein großes Bilharziose-Risiko. Deswegen ist das Baden im Süßwasser nicht zu empfehlen.
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