„Rotes Meer“ in Ägypten

Reisetipp: Tauchurlaub am Roten MeerDas Rote Meer ist eine Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Afrika. Es hat eine Länge von 2240 Kilometern und eine maximale Tiefe von 2604 Metern. Ägypten, Israel, Jordanien, Saudi-Arabien, Eritrea, Dschibuti, der Jemen und der Sudan haben Küstenabschnitte. Entstanden ist das Rote Meer, weil an dieser Stelle die arabische auf die afrikanische Kontinentalplatte trifft. Jedes Jahr wächst die Meerenge um bis zu 1,6 Zentimeter.

Im Norden verbindet der Sueskanal das Mittelmeer mit dem Roten Meer. Der nordöstliche Teil der Meerenge wird Golf von Sues genannt. Im Nordwesten befindet sich der Golf von Aqaba und im Süden markiert die Meerenge Bab al-Mandab das Ende des Roten Meeres.
Der Name „Rotes Meer“ hat in der Wissenschaft für viele Spekulationen gesorgt. Ganz klar ist nicht, woher diese Bezeichnung stammt. Wahrscheinlich ist jedoch, dass ursprünglich nicht die farbliche Erscheinung gemeint war. Vielmehr stand „Rot“ für die Himmelsrichtung Süden. Die Achaimeniden, die im heutigen Iran lebten, prägten diesen Begriff. Später kamen jedoch weitere Deutungen hinzu. Schon in der Antike Rotes Meer Ägyptenspekulierte Strabo darüber, dass auch die rote Färbung, die beim Aufgang der Sonne entsteht, der Grund für die Namensgebung gewesen sein könnte.
Berühmt ist das Rote Meer für seine zahlreichen Riffe. Weil die Meerenge durch die besondere Lage relativ stark abgegrenzt ist, gibt es viele Arten, die es nur im Roten Meer gibt. Es gibt diverse Haiarten, z.B. den Weißspitzen-Hochseehai oder den Grauen Riffhai, Gabelschwanz-Seekühe, Schildkröten und unzählige Fischarten. Büffelkopf-Fische, Napoleon-Lippfische, Kugel-, Igel-, Doktor-, Kaiser- und Rotfeuerfische kommen besonders häufig vor.Hotel-Tipp am Roten Meer: Ein sehr empfehlenswertes Hotel mit einer Weiterempfehlungsrate von 98% (laut holidaycheck.de) ist das Makadi Beach in Hurghada!

Tauchen im Roten Meer

Das Rote Meer ist ein Paradies für Taucher. Neben den Riffen sind es auch diverse Schiffswracks, welche die Unterseeabenteurer anziehen. Das Wasser ist sehr klar, weil es keine Flüsse gibt, die in das Rote Meer fließen. Dadurch werden keine Schwebstoffe aufgewirbelt. Es gibt viele Möglichkeiten, um einen Tauchurlaub am Roten Meer zu verbringen. Prinzipiell bieten sich alle Anrainerstaaten an. Die beste Infrastruktur findet man jedoch in Ägypten vor. Hurghada und Sharm El-Sheikh sind die bekanntesten Taucherstädte. Auch in Saudi-Arabien gibt es Tauchbasen. Theoretisch wäre auch der Sudan ein ideales Land für Taucher, aber aufgrund der politischen Lage hat der Tourismus bislang dort nicht Fuß fassen können.

Der Massentourismus hat dazu geführt, dass es bereits große Schäden an Riffen gibt. Dieses Problem wird in den letzten Jahren offensiver angegangen. Es gibt mittlerweile ein Bewusstsein dafür, dass nur ein vernünftig geleiteter Tourismus auf Dauer funktionieren kann. Nur so können dauerhaft Einnahmen erzielt werden.

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